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Brandserie - Quelle: 14.10.06 Sächsiche
Zeitung, Anderson, Bilder: Hübschmann
Gefahr. In Käbschütztal treibt
sich ein Brandstifter herum. Zwei Bushäusel und einen Wohnwagen hat er auf dem
Gewissen.
Bürgermeister Uwe Klingor (CDU) ist
auf 180. "Von dem Wartehäuschen blieb nix mehr übrig. Das Feuer hat bis zum
Betonfundament alles weggefressen", wettert er. Ein neues Häuschen würde rund 3000
Euro kosten. Die könne er allerdings nicht einfach aus dem Ärmel schütteln.
Damit dem Spuk schnell ein Ende gemacht wird, setzt Klingor jetzt eine Belohnung
aus. 1000 Euro soll derjenige bekommen, der die Polizei mit Hinweisen versorgt, die
zur Ergreifung des Täters führen, so Klingor gestern gegenüber der SZ.
Der Gemeinde-Chef weiß, was er tut. Gefahr ist im Verzug. Der Feuerteufel in
Käbschütztal scheint besonders tatendurstig zu sein. Am Sonntagfrüh fackelte er
einen unbenutzten Wohnwagen ab. Am Donnerstag und Freitagfrüh - jeweils in der
fünften Stunde - brannten die beiden Buswartehäuschen.
Polizei beschleunigt
Arbeit
Das erste Mal ging es glimpflich ab.
Der Täter hatte offenbar nicht den gewünschten Erfolg. Lediglich eine Ecke des
Blockhauses wurde beschädigt. Beim zweiten Mal ging der Feuerteufel rabiater zur
Sache. Von der Holzkonstruktion blieb nichts mehr übrig als ein Häufchen Holzkohle.
"Ich kann mich bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr nur bedanken, die jetzt
fast jede Nacht ausrücken mussten", so Uwe Klingor.
Der Bürgermeister spekuliert, dass es sich bei dem Täter höchstwahrscheinlich um
einen ortskundigen Mann oder ... Frau handeln muss. "Der Wohnwagen stand so
versteckt, der war von der Straße aus gar nicht zu sehen", so Klingor.
Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. "Wir werden unsere Arbeit
beschleunigen, damit nicht noch mehr passiert", sagte gestern W. Kiesling, der
Pressesprecher der Polizeidirektion O.E.u.O.E.. Ob und welcher Brandbeschleuniger
eingesetzt wurde, wolte Kießling aus taktischen Gründen nicht verraten.
Kreisbrandmeister G. Nestler geht unterdessen von einer regional begrenzten
Brandserie aus. "Mir sind keine ähnlichen Vorfälle aus anderen Orten bekannt
geworden", sagte Nestler gestern auf SZ-Nachfrage.
Sachdienliche Hinweise richten
Sie bitte an das Polizeirevier Meißen unter der
Rufnummer 03521-4720.
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